Freiwillige Feuerwehr Berglern

Vereins Chronik

Hauptmann (und 1. Bürgermeister) Kaspar Wenhart aus Glaslern vermerkte auf dem Titelblatt einer alten Grundliste aus dem Jahr 1884, daß die Freiwillige Feuerwehr Berglern am 15. März 1874 gegründet worden sei. In den alten Grund- und Mannschaftslisten tauchen damals schon die Familiennamen von Vereinsmitgliedern auf, die noch heute der Feuerwehr und der Gemeinde verbunden sind: Kriegmair, Fruhstorfer, Riedl, Gerbl, Burger, Gumberger, Ascher, Steinberger, Stangl, Neumeier usw.

Die Namen der Kommandanten sind seit dem 1. Weltkrieg schriftlich verbürgt. Die Reihe beginnt mit Johann Ludwig von 1918 bis 1920. Ihm folgte bis 1945 Johann Neumayer aus Glaslern (zum Daiglmoser). Der 2. Weltkrieg forderte, wie bereits der Krieg von 1914 bis 1918, zahlreiche Frontopfer unter den Aktiven der Berglerner F euerwehr. Trotzdem gab es keine Resignation.

Sofort nach Ende des Krieges formierten sich die Aktiven neu. Kommandant wurde Markus Ippisch, der dieses Amt 1950 an seinen Sohn Josef Ippisch übergab. Es war nicht der letzte Kommandant aus dieser Familie. Während der Kommandantschaft von Josef Ippisch fand 1954 das 80-jährige Gründungsfest mit der Weihe einer neuen Fahne statt. Fahnenmutter war damals die Hölzlbäuerin Martina Maier aus Mitterlern. In der Folge dieser Festschrift sind von diesem Fest noch einige Fotos zu sehen.

1966 übergab Josef Ippisch das Kommando an Alois Gerbl aus Niederlern. In seiner Ära wurde 1976 mit zweijähriger Verspätung das 100-jährige Gründungsfest gefeiert. Wie bereits 1954 wurde auch zu diesem Fest eine neue Fahne geweiht. Fahnenmutter war die Inkoferbäuerin Therese Ott aus Niederlern, Fahnenbraut war Magdalena Bichlmaier, ebenfalls aus Niederlern. Auch zum 100-jährigen Gründungsfest finden sich in der Folge dieser Festschrift noch einige Fotos, die denen, die dabei waren, das schöne Fest wieder in Erinnerung zurückrufen. Während der Kommandantschaft von Alois Gerbl baute die Gemeinde auf dem Gelände der Grundschule in Berglern ein neues Feuerwehrgerätehaus. Auch ein neues Fahrzeug des Typs LF-8 wurde beschafft und im Mai 1978 mit einem feierlichen Weiheakt durch Pfarrer Johann Harrer in Dienst gestellt. Im gleichen Jahr 1978 übernahm Markus Ippisch aus Niederlern das Amt des Kommandanten und übte es bis zu seinem Wegzug aus Berglern infolge der Eheschließung im Jahre 1985 aus.

Nun wurde Anton Gerbl von den Aktiven zum Kommandanten und Josef Fruhstorfer zu seinem Stellvertreter gewählt. Dieses Gespann amtierte bis Ende 1997. Während dieser Amtszeit wurde in Berglern die stille Alarmierung eingeführt. Die beiden Sirenen in Berglern und Niederlern hatten ausgedient. Jeder Aktive wurde nun mit einem Funkwecker ausgerüstet. Ein zweites Einsatzfahrzeug wurde angeschafft, ein TLF-16/25, mit einem Tankinhalt von 2.500 Litern. Dies ermöglicht eine schnellere und wirksamere Brandbekämpfung. Die Feuerwehr kann den Erstangriff im Brandfall unabhängig vom Aufbau der Schlauchleitung ausführen. Das Fahrzeug wurde 1993 im Rahmen der 1.200-Jahrfeier der Gemeinde Berglern kirchlich geweiht und offiziell in Dienst gestellt. Das Feuerwehrgerätehaus wurde während der Amtszeit von Anton Gerbl baulich und funktionell fortentwickelt. Der Kommandant selbst hatte dabei hunderte Stunden unentgeltlich Einsatz erbracht. Anfang 1998 hat Josef Fruhstorfer das Kommandantenamt übernommen, sein Stellvertreter ist Herbert Grill jun.

Der Feuerwehrverein

1967 gründeten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Berglern einen Feuerwehrverein, der die Aktiven bei der Gewinnung von Nachwuchs und vor allem bei der Finanzierung der vielen Aufgaben unterstützen soll. Gründungsvorstand war Josef Hörger aus Berglern, der dieses Amt bis 1973 ausübte. Ihm folgte Anton Bichlmaier sen. aus Niederlern, der dem Verein bis 1981 vorstand. In seine Amtszeit fiel das 100-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe. Bis 1984 übernahm erneut Josef Hörger, der Gründungsvorsitzende des Vereins die Führung, ehe er sich von Hermann Maier, dessen Mutter bei der Fahnenweihe 1954 die Fahnenmutter war, ablösen ließ.

1994 übernahm Anton Bichlmaier jun. das Amt des 1. Vorsitzenden, der nun bei der 125-Jahrfeier fortsetzen kann, was sein Vater als 1. Vorsitzender bei der 100-Jahrfeier im Jahr 1976 vormachte. Seit der Wahl von Anton Bichlmaier jun. war die Vorbereitung auf das 125-jährige Gründungsfest ein Arbeitsschwerpunkt. Aber auch die Tatsache, daß sich die Feuerwehr eine neue Satzung gab, sich in das Vereinsregister beim Amtsgericht Erding eintragen ließ und die Gemeinnützigkeit erreichte, ist erwähnenswert. Unverzichtbar sind auch die jährlich wiederkehrenden geselligen Veranstaltungen, wie der Faschingsball und früher ein Gartenfest, seit 1997 ein Weinfest im Oktober. Die Erträge werden in die Förderung der Feuerwehr gesteckt. Waren es bei der Gründung des Vereins im Jahr 1967 noch 58 Mitglieder, so sind es heute 124. Fünf Mitglieder sind unter 18 Jahre alt, sechs bereits 60. Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, daß der Verein schon 161 Mitglieder hatte. Es wird Ziel während des Festjahres sein, durch verstärkte Aktivitäten Mitglieder zu werben. Früher galt einmal die freiwillige Verpflichtung, daß aus jedem Haus mindestens ein Erwachsener Mitglied der Feuerwehr sein sollte. Es wäre schön, wenn dies auch in Zukunft wieder so sein könnte..